Unerwartet aber unterhaltsam
Klappentext
Loulie al-Nazari ist überall bekannt als die Mitternachtshändlerin. Sie jagt illegaler Magie der Dschinn hinterher, um sie auf dem Nachtmarkt teuer zu verkaufen. Eines Tages lässt der Sultan sie verhaften. Sie muss eine verschollene magische Lampe für ihn finden oder sterben. Auf der Reise kreuzt ein Dschinnmörder ihren Weg: der berüchtigte Sternenstaubdieb… Ein betörendes Fantasyepos um eine starke und verletzliche Protagonistin.
Seit die Frau des Sultans von einem Dschinn getötet wurde, werden diese im gesamten Land erbittert gejagt. Für Loulie und ihren engen Freund, den Dschinn Qadir, ist der Handel mit deren Magie hoch gefährlich. Und nun müssen sie sich auf die Suche nach der geheimnisvollen Lampe machen. Sie werden begleitet von Prinz Omar und dessen Gehilfin, der Diebin Aisha. Aber Loulie weiß nicht, dass Omar die Gestalt mit anderen Menschen tauschen kann. Nicht nur die Wüste birgt Gefahr, sondern auch manches Mitglied der Karawane… Ein Fantasy-Epos um eine gleichermaßen starke wie verletzliche Protagonistin, eingebettet in eine betörende Erzählung und von den leuchtenden Farben einer fernen Welt durchdrungen.
Meine Meinung zu „Der Sternenstaubdieb“
Ich bin großer Fan von Welten, die ich entweder nicht kenne oder die meiner sehr fremd sind. So kann mich eine Welt im Stil von Tauend und einer Nacht schnell von sich überzeugen. Wenn dann auch noch Dschinn beteiligt sind, gibt es kein Halten mehr.
Ich brauchte ein paar Seiten um die Welt vom „Sternenstaubdieb“ zu verstehen, doch wirklich schwierig war es nicht, wenn man sich darauf einlässt. Ich habe das Worldbuilding sehr genossen und gerade diese Passagen konnten mich immer wieder abholen.
In die Figuren der Loulie und Qadir habe ich mich sofort verliebt. Der Humor, die Art miteinander zu scherzen und die Bindung haben mich direkt überzeugt und auch in der Entwicklung habe ich es wirklich geliebt. Ich habe mitgefiebert und mitgelitten.
Insgesamt hätte ich mir aber ein wenig mehr Erzähltem gewünscht. Auch wenn das Tempo grundsätzlich nicht mega langsam war, so kamen wir am Ende an einer Stelle in der Erzählung heraus, die inhaltlich nicht weit hinter dem Ende des Klappentextes spielt und das hätte ich nicht erwartet. Ich erhoffe mir von der Fortsetzung mehr Story und weniger Ausschweifungen. Ich verstehe, dass es angelehnt an Shereazade ist, allerdings müsste für mich dann mehr in den einzelnen Binnenhandlungen passieren.
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Verlag: Hobbit Presse, Klett Cotta-Verlag
Erscheinungsdatum: 15.02.2025
Seitenzahl: 576
Übersetzer:in: Urban Hofstetter
Vielen lieben Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!


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