Ist das die gleiche Autorin?
Klappentext
2067: Die UN-Station auf dem Mars wird evakuiert. Zurück bleiben nur Hunter Graves, Sprössling des Mega-Konzerns, der für die Besiedelung verantwortlich ist, und Cleo, illegale Einwanderin. Hunter ist gutaussehend, ehrgeizig – und in Cleos Augen ein arrogantes Trustfund-Baby. Doch um zu überleben, müssen sie sich zusammentun. Die Evakuierung war nur eine Ablenkung, und jetzt gilt es, eine Bombe zu entschärfen – und sich nicht zu verlieben …
Meine Meinung zu „Red Star Rebels“
Amie Kaufmann war nach der Aurora-Trilogie und der Illuminae-Akten für mich eine sichere Bank, doch da hatte ich mich wohl irgendwie getäuscht. Ich habe ihren Namen gesehen und wusste, dass ich RSR lesen will. Der Klappentext versprach für mich eine Art Marsianer-Geschichte, darauf hatte ich Bock.
Was ich stattdessen bekommen habe, fällt mir echt schwer in Worte zu fassen…
Man wird unsanft in die Welt „eingeführt“ (zum Worldbuilding sage ich gleich noch etwas) und völlig zusammenhangslos fallen plötzlich Sätze wie „ich konnte meine Augen nicht von ihm nehmen“ und „er ist so hot“. Warte, haben die beiden sich nicht noch vor zwei Sätzen gehasst? Woher kommt jetzt plötzlich diese ungefilterte Zuneigung und Anziehung?
Da wird nichts aufgebaut, kein Zwiespalt, nichts. Ablehnung und Abneigung wird übergangslos abgelöst von hirnloser Anziehung. Klar, völlig authentisch…nicht. Enemies to lovers KANN funktionieren, aber dafür muss es durchdacht sein und gut aufgebaut. Und beides ist hier leider nicht vorhanden.
Beim Worldbuilding geht es leider eigentlich schon los, denn genau genommen gibt es gar nicht wirklich eins. Es gibt keinerlei Erklärungen, man wird reingeworfen und es wird Wissen vorausgesetzt, das man eigentlich gar nicht haben kann. Es gibt keine Erklärungen und alles bleibt super oberflächlich. Die Figuren, die Welt, die Entwicklung… nichts ist wirklich greifbar. Auch Technologien werden maximal angerissen.
Jetzt könnte man meinen, „Red Star Rebels“ sei für eine jüngere Zielgruppe gedacht, aber auch denen darf man durchaus ein wenig mehr zutrauen und anbieten. So war es jedenfalls für mich eine große Enttäuschung. Schade
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Verlag: Droemer Knaur Verlag
Erscheinungsdatum: 01.07.2026
Seitenzahl: 320
Übersetzer:in: Roswitha Giesen
Vielen lieben Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!


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