Zu viele Logikhindernisse

 

Klappentext und Cover

Hamburg 2047: Die Ausspähung von Daten ist ein weltweites Geschäft. Große Firmen nutzen zum Versand von Nachrichten sogenannte Ghostwalker in der virtuellen Welt, um Datendiebstahl zu vermeiden. Einer dieser Ghostwalker ist der siebzehn Jahre alte Jonas. In der realen Welt kommt er gerade so über die Runden, im Netz jedoch ist er eine Legende und unter dem Namen Moondancer bekannt. Als er einen sehr lukrativen Auftrag annimmt, heftet sich die geheimnisvolle Blue an seine Fersen und will ihn mit allen Mitteln aufhalten. Dann aber tauchen unvermittelt Feinde auf, die sie beide und die ganze Welt bedrohen. So werden aus den Konkurrenten Blue und Moondancer Verbündete, die sich gemeinsam dem Kampf auf Leben und Tod stellen müssen.

Das Cover von „Ghostwalker“ ist super cool gemacht. Der Blick von oben auf die Großstadt und die Farbgebung lassen schon den Bezug zur virtuellen Welt erahnen. Auf jeden Fall ein Eyecatcher.

Meine Meinung zu „Ghostwalker“

Nachdem ich den ersten Band von „Beastmode“ von Rainer Wekwerth total gefeiert habe, fand ich den zweiten schon deutlich schwächer. Also habe ich meine Hoffnung nun in „Ghostwalker“ gesetzt und gebetet, dass es an den ersten Band anknüpfen kann.
Leider wurde ich aber doch enttäuscht.

Die Welt, die Wekwerth hier geschaffen hat, ist absolut grandios. Als Ghostwalker durch die virtuelle Welt zu wandern, klingt vielversprechend. Leider beginnt aber hier schon das Wirrwarr. Physikalische Gesetze und logische Schlüsse werden leider nicht so wirklich beachtet und immer wieder hat man das Gefühl, die Ereignisse ergeben auch in sich keinen Sinn. Dass Fantasy den Rahmen des Möglichen ausdehnt, ist völlig klar und natürlich auch so gewollt. Aber in sich sollte es stimmig sein und das habe ich hier vermisst. Wenn in Ansätzen erklärt werden würde, wie dies möglich sein soll, oder dass sich die Figur selbst wundert, wie das möglich sein soll, hätte mir schon gereicht. Aber völlig unlogische Ereignisse werden als gegeben in den Raum gestellt und als Leser habe ich mich ein wenig an der Nase herumgeführt gefühlt.

Ein weiterer Punkt, der mich gestört hat, waren die wundersamen Fügungen. Die Lage war so oft aussichtslos und dann ergab sich plötzlich völlig random ein Wunder und alles wurde gut. Figuren sind nur aus dem einen Grund aufgetaucht: um die Situation zu retten. Weder davor noch danach haben sie auch nur die geringste Rolle gespielt. Das wirkt auf mich, als wäre die Handlung nur oberflächlich durchdacht und wenn ein Problem oder Konflikt auftaucht, wird eben ein Wunder erfunden. Da erwarte ich doch ein wenig mehr, muss ich sagen.

Schade, dass nach dem ersten Band von „Beastmode“ Qualität und Inhalt der Bücher von Wekwerth für mein Empfinden so nachgelassen haben… es begann für mich so vielversprechend.

 

 

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Verlag: planet! (Thienemann-Esslinger Verlag)
Erscheinungsdatum: 23.02.2021
Seitenzahl: 368

 

Vielen lieben Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!