Eine großartige Dystopie, gelesen von Thorsten Michaelis, Ilka Teichmüller, Peter Lontzek und Marian Funk

 

Kurze Hörbuchvorstellung

*Klappentext*

„Auch in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind, müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfindet. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster…
Als Citra und Rowan für die Ausbildung zum Scythe berufen werden, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten…“

Das Cover von „Scythe“ ist schlicht aber überaus eindrücklich. Besonders gut gefällt mir die Sense des Scythe.

 

Die Geschichte

Citra und Rowan werden auserwählt, die Ausbildung zu Scythe zu durchlaufen. In einer Welt, in der alle ewig leben könnten, muss es etwas geben, dass die Welt davor bewahrt, unter absoluter Überbevölkerung zu leiden. Das ist aufgäbe der Scythe, denn sie „lesen nach“. Sie entscheiden also, wer sterben muss und führen diesen Prozess auch durch.

Normalerweise kehrt man in sein normales Leben zurück, wenn man diese Ausbildung nicht schafft. Nicht so Citra und Rowan: Wer von den beiden versagt wird vom Anderen nachgelesen. So entsteht ein Wettkampf, der über alles entscheidet.

 

Meine Meinung

Ich bin wohl eine der letzten, die sich von dieser Geschichte mitreißen ließ. Erst nachdem ich in Leipzig so viel von Neil Shusterman und den Scythe gehört hatte, wurde mein Interesse geweckt.

Die Welt, die Shusterman geschaffen hat, ist unfassbar fesselnd. Die Vorstellung von ewigem Leben beschäftigt die Menschheit schon seit Ewigkeiten. Doch unabhängig von der Schwierigkeit der Umsetzung gibt es noch ein weiteres Problem: Überbevölkerung. In „Scythe“ wird dieses Problem auf eine außergewöhnliche Art und Weise gelöst. Ich finde die Idee richtig krass, dass es Menschen gibt, die entscheiden dürfen, wer gehen muss.

Anfangs war ich ein klein wenig irritiert von den Namen (zB. E.S. Curie, was für „Ehrenwerte Scythe Curie“ steht). Dieses Problem birgt wohl das Hörbuch, beim Print wird das weniger problematisch sein.
Allerdings hat das Hörbuch einen ganz großen Vorteil: die vielen fantastischen Sprecher. Jede Figur, aus deren Sicht ein Kapitel verfasst ist, bekommt einen eigene Sprecher und das ist absolut großartig!
Hier kommen wir auch direkt zu einem weiteren wichtigen Aspekt: Es gibt nicht nur die „normale“ Sichtweise, aus der die Geschichte erzählt wird, sondern auch viele Tagebucheinträge. Dadurch bekommt man einen besonders tiefen Einblick in viele der Figuren.

Ich fand unglaublich spannend, wieviele unerwartete Wendungen die Geschichte parat hatte. Ständig wurde man aus seinen Erwartungen gerissen und bekam etwas Neues serviert. Dadurch wurde es nie langweilig und man flog regelrecht durch die Geschichte.

Auch wenn das Thema „Tod“ etwas heftig und makaber wirkt, so verlässt Shusterman den Bereich der Jugendromane nicht, sondern verarbeitet es immer auf eine Art, sodass man nicht das Gefühl hat, es handle sich um bloßes Gemetzel und Splatter.

Mir hat es wahnsinnig viel Spaß gemacht und ich freue mich abartig darauf, dass endlich die Fortsetzung als CD erhältlich ist.

Von mir bekommt „Scythe – Die Hüter des Todes“ 5 von 5 Bücher!

   

 

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Kaufen könnt ihr das Hörbuch hier!

Verlag: Argon Hörbuch Verlag
Erscheinungsdatum: 21.09.2017
Spielzeit: 9h 6 min (autorisierte Lesefassung)
ISBN: 978-3-839-815649