Andere Erwartungen und doch eine positive Überraschung

Klappentext

Cora Zeng ist Tatortreinigerin in New York. Die blutigen Überreste stören sie nicht, denn sie hat Schlimmeres gesehen. Sie war dabei, als ein Fremder ihre Schwester vor eine U-Bahn stieß.
Der Täter wurde nie gefasst, doch sein letzter hasserfüllter Ausruf verfolgt Cora bis heute: Fledermausfresser.
Seitdem schleicht sich das Grauen langsam in ihr Leben – das ständige Gefühl, beobachtet zu werden, Bissspuren in ihrem Couchtisch, Fledermäuse an den Tatorten und immer mehr ermordete asiatische Frauen.
Ihre Tante warnt sie vor dem Fest der hungrigen Geister, bei dem sich die Pforten zur Unterwelt öffnen und die Toten nach den Lebenden greifen.
So muss Cora lernen, dass man rachsüchtige Geister nicht ignorieren kann.

Meine Meinung zu „Bat Eater…“

Zugegebenermaßen hatten mich die Stimmen aus dem englischsprachigen Raum und das tolle Cover bereits so überzeugt, dieses Buch lesen zu wollen, dass ich gar nicht so genau wusste, was inhaltlich auf mich zukommt. Ich war dann tatsächlich ein wenig überrascht, da ich etwas anderes erwartet hatte. Meine Vorstellung war aber ausgesprochen unkreativ und ich positiv überrascht (Wer einen Einblick in meinen Kopf möchte, denke an Ozzy Osbournes Bat-Story und streue ein wenig Festa darüber).

Direkt nach der Corona-Pandemie wollte ich erst mal nichts mehr zu dem Thema hören. Keine Serien, keine Filme… nichts, was mit Pandemien und Masken zu tun hatte, denn ich war froh, dass es vorbei war. Mit ein wenig zeitlichem Abstand kann ich es aber wieder ertragen und den Horror „genießen“, den die Erinnerung gemischt mit den Geschichten, die andere mir erzählen auslöst. So kam „Bat Eater“ (bzw die Übersetzung) für mich zu einem sehr guten Zeitpunkt.

Die Einblicke in die Tatorte, die Cora mit ihrem Team reinigt, waren schon knackig und in Kombination mit dem anti-asiatischen Rassismus, der zur Corona-Zeit vor allem in den Staaten mitschwang… das ging schon unter die Haut und ich dachte, das Buch könnte ein neues Highlight für mich werden.

Ich muss aber gestehen, dass ich mir eine Entwicklung in eben diese Richtung gewünscht hätte. Ich dachte, die „rachsüchtigen Geister“ aus dem Klappentext seien im übertragenen Sinn gemeint. Da es dann doch in eine übersinnliche Richtung ging, wurde es zwar ein gutes Buch, aber kein Highlight für mich. So sehr ich Geister bei Haunted House-Stories liebe, so hätte ich mir hier einen bodenständigeren Ansatz gewünscht. Aber das sind eben meine Erwartungen und Wünsche und kein Problem des Buches!
Das ist nämlich vom Anfang bis zum Ende unterhaltsam geschrieben und fesselt einen an die Seiten.für zwischendurch

 

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Verlag: Festa Verlag
Erscheinungsdatum: 23.07.2026
Seitenzahl: 336
Übersetzer:in: Simona Turini

Vielen lieben Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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