Unterhaltsame Version eines geliebten Klassikers

Klappentext

Miss Lydia ist die jüngste der Bennet-Schwestern, doch was ihr an Reife und Verantwortungsbewusstsein fehlt, macht sie wett durch Lebenslust, Witz – und eine gehörige Portion Magie. In dieser originellen Neuerzählung von Jane Austens Stolz und Vorurteil ergreift Lydia selbst die Feder, um die wahren Ereignisse und Folgen der klassischen Geschichte aus ihrer ganz persönlichen Sicht zu schildern.

Alles scheint wie immer: Mrs. Bennet leidet unter ihren Nerven, Mr. Bennet leidet unter Mrs. Bennet, und alle fünf Töchter leiden unter einem Vermögen, das ausschließlich an männliche Erben übergehen darf. Doch Lydia treiben völlig andere Dinge um: Ihre liebste Schwester Kitty ist in Wahrheit eine Katze, Ihr Liebhaber Wickham ist tatsächlich so ruchlos, wie alle behaupten – was sollte man auch anderes erwarten von einem Dämon? –, und wer glaubt, Mr. Darcy sei beim Thema Tanzetikette ohne jeglichen Humor, der sollte erst einmal sehen, wie er auf Hexerei reagiert. Vor allem jedoch muss Lydia begreifen, dass Versprechen eine eigene Macht besitzen … besonders, wenn man eine Hexe ist.

Meine Meinung zu „Stolz, Vorurteil und Hexerei“

Einer der wenigen Klassiker, die mich schon beim ersten Lesen und seither immer wieder begeistern kann, ist „Stolz und Vorurteil“. Da ich ja aber auch eine kleine Fantasy-Maus bin, hab ich mich wahnsinnig auf diese Mischung gefreut.

Auf den ersten Seiten musste ich mich ein wenig zurecht finden, da ich immer wieder gedanklich in die Welt von Jane Austen abgebogen bin. Anfangs waren mir die Rahmenbedingungen der Magie und der Welt, in der wir uns bei „Stolz, Vorurteil und Hexerei“ bewegen, nicht ganz bewusst. Das erfährt man erst nach und gefühlt wird es nach und nach immer magischer.

Ich mochte ganz besonders den Einblick in die Familie Bennet aus einer ganz anderen Perspektive als Elisabeths aus dem Original. Man erfährt Neues über einzelne Figuren, was zwar natürlich nicht kanonisch ist, aber sich trotzdem nach einem tieferen Einblick anfühlt. Die Autorin schafft es, den Vibe einzufangen, als wäre „Stolz, Vorurteil und Hexerei“ wirklich Teil der Originalgeschichte, die lange verborgen blieb.

Ich habe allerdings auch festgestellt, dass mir die magischen Aspekte immer weniger gefallen haben, je mehr Raum sie eingenommen haben. Ich hatte stellenweise das Gefühl, es ginge zu weit und ein paar wenige Ideen haben mir auch gar nicht gefallen. Daher fällt mir eine wirkliche Einschätzung irgendwie schwer, denn je näher am Original es war, desto besser fand ich es. Das spricht ja aber eher fürs Original als für die Adaption…

Insgesamt habe ich es aber einfach gerne gelesen und kann es trotz kleinerer Einschränkungen wirklich empfehlen. Ich halte es für eine der gelungeneren Adaptionen und bin froh, sie gelesen zu haben.

für zwischendurch

 

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Verlag: HobbitPresse
Erscheinungsdatum: 12.09.2026
Seitenzahl: 496
Übersetzer:in: Birgit Maria Pfaffinger

 

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!