Kurze Buchbeschreibung

*Klappentext*

„Im Märchenwald ist die Hölle los. Alle Happy Ends wurden gestohlen! Cinderella, Schneewittchen und Co. beschließen, ihre verschwundenen Prinzen zu retten, wozu sogleich eine „Verhöre-und-Töte“-Liste der Verdächtigen erstellt wird:

  1. Wölfe töten
  2. Hexen töten
  3. böse Stiefmütter töten (wobei das oft mit Punkt 2 einhergeht)
  4. böse Feen töten

Nur Red findet die Idee äußerst schwachsinnig. Doch dann taucht ein gutaussehender Hipster auf, der mehr über die verschwundenen Prinzen zu wissen scheint. Schnell stellt sich heraus, dass Everton eigentlich ein Werwolf ist und auf der Liste der durch die Prinzessinnen bedrohten Arten steht. Red bleiben plötzlich nur sieben Tage, um die Prinzen zu finden, bevor sie Ever ausliefern muss. Doch warum will gerade er eigentlich die Happy Ends zurückbringen? Benutzt er Red nur für seine eigenen Zwecke? Sicher ist jedoch: In Reds Leben nimmt ab sofort die Zahl der Hipsterwitze wahnwitzige Ausmaße an, sehr zum Leidwesen von Ever …“

Das Cover von „Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“ passt super zur Geschichte. Der Spiegel, der Selfie-Stick, das Smartphone, die Brille…alle wichtigen und lustigen Elemente sind enthalten, ohne dass es überladen wirkt.
Ich muss zugeben, als ich das Buch zum ersten Mal gesehen habe, hat mich der Titel etwas abgeschreckt. Dieser ganze Hype um Hipster (was ist denn ein Hipster überhaupt?) geht so gänzlich an mir vorüber. Doch dann habe ich in einer Facebook-Gruppe ein Video gesehen, in dem die ganzen Märchenprinzessinnen in einer Geschichte aufeinandertreffen. Das hat mir richtig gut gefallen. Als mir dann jemand gesagt hat, dass es bei diesem Buch genauso sei, musste ich es unbedingt haben.

 

Die Geschichte

Alle Happy Ends sind futsch. Was das bedeutet? Alle Prinzen sind verschwunden. Das können die Prinzessinnen natürlich so nicht hinnehmen. Also machen sich Red, Cinder, Snow und Rapunzel auf den Weg, um sie zu suchen. Cinders Sucht nach Sozialen Netzwerken erweist sich dabei gleichermaßen als Fluch und Segen.

 

Mein Fazit

Vorne im Buch stand die Warnung, man solle das Buch möglichst nicht in der Öffentlichkeit lesen, da plötzliches Loslachen zu peinlichen Situationen führen könnte. Diese Warnung habe ich nicht sonderlich ernst genommen…hätte ich wohl besser.
Nina MacKay Humor ist zugegebenermaßen eigen und vermutlich nicht jedermanns Sache. Ich habe mich aber köstlich dabei amüsiert, wie sie die moderne Technik und soziale Netzwerke durch den Kakao zieht. Auch die Darstellung der Prinzessinnen hat mir sehr gut gefallen. Ich musste sehr oft herzhaft lachen.

„Rapunzel war ja noch nie die Hellste. Ich meine, wer sitzt schon sechzehn Jahre freiwillig in einem Turm, ohne das Ganze zu hinterfragen? (…) Naja, ich sollte lieber ganz still sein. Schließlich bin ich auf einen Wolf hereingefallen, der sich als meine Großmutter verkleidet hat. Und Rose hat eine Spindel berührt, obwohl sie wusste, dass ein Spinnrad ihr Tod sein wird. Wir sind wohl alle nicht die hellsten Sterne am Firmament.“

Besonders gelungen fand ich auch die Verschmelzung der ganzen Märchenwelten…und das waren ganz schön viele, wenn ich so darüber nachdenke. Es hat nicht erzwungen gewirkt, viel mehr habe ich mich gefreut, wenn noch eine Geschichte hinzu kam, die ich von früher kannte.
Oder teilweise auch von heute, immerhin wurden auch aktuelle Geschichten eingebunden, was mir richtig gutgefallen hat.

“ „Du hast wohl zu viel Game of Thrones geschaut“ (…) „Wer, ich?“ fragte die Grinsekatze. „Erster meines Namens, aus dem Hause Grin, Beschützer des Dunkelwaldes, Wächter über alle Thunfische, Vater von…“ „

Wunderschön fand ich auch die Innengestaltung des Buches. Am oberen Rand der Seiten befinden sich Schnörkel, in deren Zentrum auf den geraden Seiten der Wolf und auf den ungeraden Seiten Rotkäppchen befindet. Die Bücher aus dem Drachenmond Verlag sind immer wunderschön gestaltet. Auch hier finde ich es sehr gelungen.

Ich freue mich auf den zweiten Teil und vergebe 5 von 5 Büchern!

    

 

 

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Verlag: Drachenmond Verlag
Erscheinungsdatum: 12.10.2016
Seitenzahl: 343
ISBN: 978-3-95991-989-0