Ein neuer Ansatz des Haunted House

Klappentext

Allhallows Hall – ein altes Herrenhaus am Rande des düsteren, nebelverhangenen Dartmoor. Kein Ort, an dem man freiwillig leben möchte. Dennoch entschied sich der ehemalige Direktor des örtlichen Gefängnisses genau dafür. Jetzt, da er tot ist, sollen seine Kinder das Anwesen erben.
Als die Familie eintrifft, scheint die bedrückende Atmosphäre des Moorlands in jeden Winkel des Hauses zu kriechen. Dielen knarren, der Wind pfeift durch die unheimlichen Gänge und aus den Mauern dringt ein unaufhörliches Flüstern. Und ausgerechnet an dem Morgen, an dem die Erben Allhallows Hall endgültig verlassen wollen, verschwindet der kleine Timmy spurlos. Lauert das Böse im Herzen des Hauses, oder hat es sich längst in die Seelen derer eingenistet, die es bewohnen?

Meine Meinung zu „The House of a Hundred Whispers“

Man könnte ja meinen, wenn man so viel Haunted House liest, würde es sich irgendwann wiederholen oder langweilig werden. Manche Konzerte wiederholen sich auch tatsächlich, aber Masterton zeigt hier, dass es immer noch mehr Ideen gibt, die noch nicht voll ausgeschöpft wurden.

Während der ersten Hälfte des Buches dachte ich ein paar mal „ein Glück lese ich es nicht im Dunkeln allein zuhause“. Die besagten „Hundert Whispers“ sorgen definitiv für die eine oder andere Gänsehaut.
Wirklich begeistert konnte mich aber die Konstruktion um die Auflösung des Rätsels.
Natürlich werde ich nicht spoilern, aber diese Idee hatte ich so noch nicht gelesen und ich fand es sooo spannend, dass ich mich direkt hingesetzt habe und angefangen habe zu recherchieren, ob es solche Phänomene im Mittelalter und Spätmittelalter tatsächlich gegeben hat.

In der zweiten Hälfte hat sich der Gruselfaktor für mich ein wenig gewandelt, sodass es kein Problem war, es abends und alleine fortzusetzen. An der Stelle hätte es gerne ein wenig heftiger sein dürfen, aber mir hat trotzdem nichts gefehlt.

„The House of a Hundred Whispers“ hat mich in einer der heftigsten Leseflauten seit vielen Jahren erwischt und ich habe das buch nach 3 Tagen beendet. Somit hat mich wieder einmal ein Festa gerettet und ich denke, das ist eigentlich auch alles, was man über das Buch wissen muss;) Fakt ist: Sollte ich je das Gefühl haben, ich würde flüsternde Stimmen in meiner Wohnung höre, erwäge ich vielleicht doch noch mal einen Umzug, obwohl ich das eigentlich so schnell nicht noch mal vor hatte.

Es ist super spannend, gruselig, bewegend und ich konnte es kaum aus der Hand legen (an einem Tag habe ich über 200 Seiten gelesen…mehr als in den 3 Wochen davor insgesamt). Der Haken an solchen Büchern ist nur immer: Man will sie beenden, weil man das Ende erfahren möchte, aber man will sie auch nicht beenden, weil sie so gut sind und sie nicht vorbei sein sollen. Wenn ihr dafür bereit seid, dann kann ich es euch nur wärmstens empfehlen:)

Must read

 

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Verlag: Festa Verlag
Erscheinungsdatum: 19.08.2026
Seitenzahl: 464
Übersetzer:in: Heiner Eden

Vielen lieben Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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