Das Grauen des Krieges…

Klappentext

Belgien 1917, Erster Weltkrieg: Der kanadische Soldat Freddie kämpft gemeinsam mit einem schwer verwundeten deutschen Soldaten in einem eingestürzten Bunker ums Überleben …
Einige Zeit später: Während in Flandern immer noch die Granaten einschlagen, erhält die Krankenschwester Laura ein Paket mit der Uniform ihres Bruders Freddie. Zunächst deutet sie es als eine Botschaft dafür, dass er gefallen sein muss. Doch bald häufen sich unheimliche Anzeichen, die auf etwas ganz anderes hindeuten.
Deshalb reist Laura nach Flandern, um herauszufinden, was wirklich geschehen ist. Dort hört sie Gerüchte über Geister, verfluchte Schützengräben und einen Mann, der die magische Fähigkeit besitzt, die Schrecken des Krieges aus den Erinnerungen verschwinden zu lassen. Doch zu welchem Preis?

Meine Meinung zu „Warm Hands of Ghosts“

Dass „Ghost“ im Titel steckt, ließ mich eine Geistergeschichte erwarten. Ganz so wurde es dann doch nicht… also zumindest nicht ganz.

Wir bewegen uns durch zwei Zeitstränge. Zum Einen begleiten wir Freddy und Winter durch einen Schützengraben und mehr Schlamm als ich dachte, dass meine Fantasie erzeugen kann und zum Anderen Freddys Schwester Laura, eine Krankenschwester, die selbst verwundet aus dem Krieg zurück kam.
Laura wird Freddys Uniform überstellt und sie denkt, er sei tot, doch damit beginnt ihr Teil der Geschichte eigentlich erst.

Die erwartete Gruselgeschichte basierend auf einem spukenden Geist blieb aus, doch das heißt nicht, dass der Horror nicht greifbar war. Denn der eigentlich Horroraspekt ist das, was sich Menschen gegenseitig im Krieg antun.
Immer wieder hatte ich Gänsehaut, weil das Grauen, das die Männer durchlebten, so greifbar war. Und doch war da Hoffnung und der Wille, unbedingt zu überleben. Diese Mischung war wirklich bewegend.

Der übernatürliche Aspekt, der im Titel angedeutet wird, fehlt auch nicht gänzlich. Er taucht in Form des Fiedlers auf, dessen Rolle für mich bis zuletzt nicht ganz greifbar wurde. Er scheint eine Mischung aus „Rattenfänger von Hameln“ und dem Teufel zu sein, aber für mich blieb es schwer einzuordnen. So fehlte mir letztendlich der letzte Funke, der mich in Begeisterungsstürme ausbrechen ließe.
Für Interessierte am ersten Weltkrieg und einer Geschichte, die weit über Kriegsberichterstattung hinausgeht, ist „Warm Hand of Ghosts“ aber sicherlich genau dieses Highlight!

für zwischendurch

 

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Verlag: Festa Verlag
Erscheinungsdatum: 10.03.2026
Seitenzahl: 480
Übersetzer:in: Claudia Rapp

 

Vielen lieben Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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